Interview mit Martina Frank
Shownotes
Martina Frank und ich haben uns auf eine sehr lustige Art und Weise kennengelernt und da konnte ich nicht anders, als sie zu einem Interview einzuladen. Natürlich nicht nur wegen dieser besonderen Weise, wie wir auf einander getroffen sind - dazu mehr im Podcast - sondern auch deshalb, weil sich Martina Frank auf ein sehr wichtiges Thema spezialisiert hat: Das Leben ab 55 Plus oder wie man den Ruhestand zuversichtlich gestaltet.
Was das genau bedeutet und welche Möglichkeiten es gibt, sich vom Berufstätigen zum Ruheständler zu entwickeln und welche Fallstricke oder sogar Ängste da manchmal warten, darüber spricht Martina Frank in diesem Interview.
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen bei Von Menschen Lernen,
00:00:03: dem
00:00:03: Podcast, der neugierig macht auf das, was uns wirklich weiterbringt.
00:00:08: Die Geschichten, Erfahrungen und Einsichten anderer.
00:00:12: Hier trifft Gastgeber Sven Frank auf Menschen, die etwas zu erzählen haben.
00:00:17: Experten aus unterschiedlichsten Disziplinen, inspirierende Persönlichkeiten mit ungewöhnlichen Lebenswegen oder Menschen, die durch besondere Erfahrungen geprägt sind.
00:00:28: Ob Wissenschaft, Kunst, Unternehmertum oder ganz persönliche Lebenslektionen von Menschen lernen, lädt dazu ein, inspiriert, berührt und zum Nachdenken angeregt zu werden.
00:00:40: Und jetzt viel Freude mit der heutigen Folge.
00:01:00: Ja, hallo und herzlich willkommen zur heutigen Podcast-Folge.
00:01:02: Ich bin hier im Herzen von Münchfeld in Mainz in der Coaching-Praxis von Martina Frank.
00:01:09: Und wie wir bei uns kennengelernt haben oder wie es zu diesem Interview kam, ist sehr amüsant.
00:01:14: Ich saß nämlich in meinem Auto und habe über die Freisprechanlage gesagt, Martina Frank anrufen, weil ich meine Mutter anrufen wollte, die Martina Frank heißt.
00:01:23: Und irgendwie hat Google dann die Coaching-Praxis Martina Frank
00:01:27: angerufen.
00:01:28: Ich habe dann aufgelegt, weil sich natürlich ein anderer... eine andere Person anrufen wollte, aber dann kam mitten im Supermarkt ein Rückruf und der war dran, Martina Frankli-Kolsching Praxis.
00:01:40: und dann dachte ich, das kann man nicht ungenutzt lassen.
00:01:43: Jetzt sitze ich hier und außerdem gibt es noch eine sehr spannende Geschichte zu erzählen.
00:01:47: Schön, dass ich hier sein darf bei Ihnen in der Praxis.
00:01:50: Danke, dass Sie sich bereit erklärt haben, das Interview zu führen.
00:01:54: Ja, schön, dass Sie hier sind und wir haben ja den selben Nachnamen, haben aber im Vorgespräch festgestellt, dass wir dicht verbannt
00:02:00: sind und Ja,
00:02:02: uns der Name zwar verbindet, aber eben wir uns vorher nie getroffen
00:02:06: haben.
00:02:06: Richtig, genau.
00:02:07: Also zumindest in den letzten hundert Generationen haben wir keine Schimpfstelle.
00:02:11: Was davor war, können wir nicht mehr nachvollziehen.
00:02:14: Genau, sagen Sie doch bitte mal, wo kommen Sie her?
00:02:18: Was machen Sie?
00:02:19: Wie sind Sie zu der Person geworden, die Sie sind?
00:02:22: Ja, wie gesagt, Martina Frank, ich komme ursprünglich aus der hessischen Rhön.
00:02:28: Und vor kurzem war ja der dritte Oktober und da ist für mich immer ein besonderer Feiertag, weil ich wirklich direkt von dieser ehemaligen Zonengrenze komme und meine ersten sechzehn Jahre dort gelebt habe.
00:02:42: Und als ich dann später nach Fulda und zum Studium dann nach Mainz begann, bin, ist mir aufgefallen in Mainz.
00:02:49: Ich konnte in alle Richtungen mich bewegen.
00:02:51: Und da wurde mir klar, wie ich aufgewachsen bin, nämlich an dieser Grenze, die er dann, Gott sei Dank, In den
00:03:00: letzten Jahren wurde die Grenze in den USA geöffnet.
00:03:03: Da war eine Grenze.
00:03:08: Das heißt, die Grenze bedeutet ja, man kann nicht weiter.
00:03:11: Aber war das für sie gleichbar was hinter dieser Grenze?
00:03:15: passiert?
00:03:16: Also als Kind nicht.
00:03:18: Wir sind dann in den Wald gegangen zum Spazieren gehen und irgendwann kam der sogenannte Schlagbaum.
00:03:24: Und dann haben wir da dran rumgeturnt und dann wurde gesagt, Gottes will ja nicht weitergehen, weil dahinter sind Minen, was wir damals noch nicht verstanden haben, was das heißt.
00:03:33: und wir haben damals noch den nächsten Ort gesehen.
00:03:37: Wir haben den Ort gesehen und es war für mich als Kind völlig unverständlich, warum können wir jetzt nicht weitergehen?
00:03:43: Also das war wirklich so, Und dann, später eben, als Jugendin bin ich dann nach Fulda zum Abitur gezogen.
00:03:52: Und dann wurde mir immer klar, mit sechzehn bin ich es erst mal in die ehemalige DDR gefahren.
00:03:57: Ich habe dort einen Brieffreundin besucht, die ich hatte.
00:03:59: Und da habe ich gesehen, was heißt, in der DDR zu leben.
00:04:03: Ich habe wirklich den Supermarkt gesehen.
00:04:06: Ich hatte ein ganz schickes Kleid an und ich bin total aufgefallen, ja.
00:04:10: Ich habe es nie mehr angezogen die nächsten Tage, ne?
00:04:13: Also ich hatte relativ früh auch Kontakt zu Menschen in der ehemaligen DDR und habe so ab sechzehn diesen Unterschied einfach wahrgenommen, auch Westdeutschland, Ostdeutschland.
00:04:23: Das ist ja bis heute noch in den Köpfen, also ich meine, wir Wessings, sag ich mal, wir glauben ja immer noch, dass wir damals alles richtig gemacht haben und die Aussie ist alles falsch, was ja so nicht stimmt, ne?
00:04:35: Es ist ja damals für die Menschen, die in der DDR aufgewachsen oder gelebt haben, da war ja so dieses Gefühl, ihr seid die totalen Versager, ihr habt das nicht auf die Reihe bekommen, eure Art zu legen ist einfach die schlechtere.
00:04:49: und jetzt machen wir das mal richtig.
00:04:50: Und das ist ja etwas, was bis heute auch dazu führt, dass in den ehemaligen Ländern, Bundesländern, die in der DDR waren oder die zur DDR gehört haben, dass die Menschen einfach auch sagen, wir lassen uns da einfach von euch nicht sagen, wie wir zu leben haben.
00:05:05: Genau, genau.
00:05:05: Und deswegen war es wichtig, während meiner Studienzeit hatten wir dann schon Kontakt zu Studenten, zum Beispiel in Halle an der Saale.
00:05:13: Und wir konnten hinfahren, wir haben die auch dort besucht.
00:05:17: Und später, ein Jahr vor der Grenzöffnung, haben wir uns dann mit den Studenten in Ungarn getroffen.
00:05:23: Und wir haben wirklich dann in Ungarn in einem Restaurant gesessen und haben alle gesagt, Wir können uns nicht vorstellen, dass diese Grenze jemals geöffnet wird.
00:05:32: Das war wirklich ein Jahr noch vorher unvorstellbar.
00:05:37: Und dass das dann so schnell ging, das wissen wir alle, wie es dann gelaufen ist.
00:05:41: Das war für mich, also da krieg ich heute noch Gänsehaut, wenn ich dran denke.
00:05:45: Das war wirklich für mich so ein besonderer Tag.
00:05:48: Ich wäre am liebsten in dieser Nacht nach Berlin gefahren.
00:05:52: Und ich hatte wirklich auch Kontakt nach West-Berlin.
00:05:56: Und hab dann die Leute angrufen, wie ist das?
00:05:58: Dann waren die auf dem Weg zur Mauer und so weiter.
00:06:01: Also, hab das wirklich damals sehr hautnah so mit verfolgt.
00:06:05: Das war sehr, sehr spannend, muss ich sagen.
00:06:07: Ja, wenn man heute in Berlin läuft, sieht man gar nicht mehr, wobei der Westen oder es gibt den Lauerpark, da kann man es ein bisschen nachvollziehen.
00:06:14: Aber ansonsten, ja.
00:06:16: Und ich mein, wenn man sich überlegt, das klingt so einfach von heute auf morgen gerade Grenze weg.
00:06:20: Aber was da heute noch für Grenzen einfach künstlich aufrechterhalten werden.
00:06:26: Das hat sich, glaube ich, auch damals jeder anders vorgestellt.
00:06:29: Ich glaube, irgendein Politiker hatte damals gesagt, in zehn Jahren fressen uns die Sachsen die Haare vom Kopf.
00:06:35: Okay, okay.
00:06:36: Also was bei mir spannend war, wir hatten ja Kontakt zu diesen Studenten und der war sehr intensiv.
00:06:42: Also wir sind immerhin, wir sind auch nach Ostberlin dann gegangen, da haben wir uns dort auch mit denen getroffen und über die Friedrichstraße dann eh gefahren.
00:06:53: Und was aber spannend war, als die Grenze offen war, ist in relativ kurzer Zeit dieser Kontakt zu fast allen abgebrochen.
00:07:02: Ich habe gedacht, jetzt wird ja noch intensiver, weil die können wir uns jetzt auch besuchen.
00:07:06: Also jetzt kann es ja gegenseitig sein.
00:07:08: Und da war nur noch zu zwei Leuten Kontakt und alle anderen sind wirklich wieder im Sande verlaufen.
00:07:15: Und das fand ich sehr spannend.
00:07:17: Schade auch.
00:07:17: Schade, genau.
00:07:19: Und ich glaube, da war aber jeder so mit sich beschäftigt in dieser Zeit, also vor allem die aus dem Osten, glaube ich, aber das fand ich damals erstaunlich, dass das so eine Wendung genommen
00:07:30: hat.
00:07:32: Vielleicht sollten wir dann im Podcast Ihren Mädchennamen erwähnen, damit die, wenn sie damals noch nicht verheiratet waren, wenn sie den Podcast hören, sich wieder bei ihm melden können.
00:07:40: Und dann macht man so eine Weihwürde nach.
00:07:42: Okay, ich war aber damals schon verheiratet.
00:07:44: Ich hieß damals schon Frank, ich bin halt früh geheiratet, aber trotzdem mein Mädchenname ist, ich heiße Martina.
00:07:51: Gänzler war mein Mädchename.
00:07:53: Ja,
00:07:54: aber
00:07:54: vielleicht hört jetzt jemand von damals zu und sagt, nein, das stimmt nicht mehr gewesen, jetzt gucken wir mal, wie Mainz
00:08:02: aussieht.
00:08:02: Ja, genau.
00:08:04: Jetzt sind Sie in Mainz durch das Studium gelandet und hier geblieben, wie kam das dann?
00:08:10: Genau, also ich bin von Fulda nach Mainz gezogen und habe hier Sozialpädagogik studiert und Ich bin dann hier geblieben, weil es einfach A, ich hier eine Stelle gefunden habe und B, mein Mann, der auch damals hier studiert hat,
00:08:27: nicht mehr
00:08:29: nach Fulda zurückkundete und auch keine Stelle gefunden hat.
00:08:32: Also wir haben beide hier eine Stelle gefunden und dann haben wir eben gesagt, dann bleiben wir eben hier.
00:08:36: Das hat sich eher so ergeben.
00:08:37: Wir wollten ursprünglich wieder zurück.
00:08:40: Und was uns aber sehr geprägt hat, war nach meinem Studium, sind wir in die Niederlande gezogen, mein Mann hat dort ein Jahr studiert.
00:08:49: Und das war für mich damals eine total prägende Zeit, weil die niederländischen Frauen, die waren sowas von liberal, weltoffen, die haben mir so viel gegeben, sag ich jetzt mal so, auch die älteren Frauen damals.
00:09:04: Und da habe ich wirklich in diesem Jahr, das war für mich lebensverändert.
00:09:11: Ich bin zurückgekommen nach einem Jahr und das war für mich wie ein Rückschritt.
00:09:16: Ich habe sofort eine Frauengruppe gegründet.
00:09:18: Ich
00:09:19: war total
00:09:20: frauenbewegte.
00:09:20: Das war ja auch diese Zeit.
00:09:22: Das war Anfang der Achtziger.
00:09:24: Das war so eine total bewegte Zeit.
00:09:27: Von daher, dieses eine Jahr hat mich geprägt, muss ich sagen.
00:09:31: Ich glaube, also
00:09:31: katronische Früder.
00:09:32: Genau.
00:09:33: Das ist
00:09:34: liberal.
00:09:36: Genau.
00:09:37: Mein Mann hat eben auch dort studiert bei der ersten europäischen feministischen Theologien, mein manger Theologiestudium.
00:09:45: Und die habe ich dann auch kennengelernt.
00:09:48: Und allein zum kleinen Beispiel, die Professoren dort, ich habe also auch ein bisschen mitstudiert, die haben uns sofort das Duo angeboten, haben uns nach Hause eingeladen.
00:09:57: Es waren völlig andere Situationen.
00:09:59: Wir saßen dann bei denen im Garten und es war irgendwie, also für uns als Studenten, Also, wir kamen uns so richtig groß vor.
00:10:07: Also, so wertgeschätzt und es war so schön.
00:10:11: Die Kunst, dass man den Gesprächsbatter das Gefühl gibt, ist gerade die wichtigste Person.
00:10:16: Genau.
00:10:17: Genau.
00:10:18: Und ich glaube, die Niederländer können das ganz
00:10:20: gut.
00:10:20: Ja.
00:10:21: Also, wir hatten sogar nach einem halben Jahr dort, haben wir überlegt, dort zu bleiben, weil es uns so gut gefallen hat.
00:10:27: Wir haben die Sprache gelernt, aber dann haben wir entschieden, weil wir eben und danach auch Familie gründen wollten, dann haben wir gemerkt, nee, wenn wir dann ein Kind bekommen und die gesamte Verwandtschaft ist nicht in der Nähe und dann haben wir dann doch entschieden, wieder zurückzukommen und hier weiterzumachen.
00:10:45: Das war das einzige Jahr, wo wir dann nicht in Mainz gelebt haben.
00:10:49: und wie gesagt, das hat für mich sehr viel verändert und wir haben relativ bald unseren ersten Sohn bekommen.
00:10:57: und was dann spannend war und das ist jetzt schon über vierzig Jahre her, dass ich damals meine Mann gesagt habe, wenn du deine Stelle hast, bitte such dir eine halbe Stelle, damit ich weiterarbeiten kann.
00:11:10: Und das hat mein Mann damals gemacht, weil wir waren ja beide in Holland und haben diese anderen Haltung erlebt.
00:11:16: Und wir haben wirklich die ersten Jahre, wir kamen da noch einen zweiten Sohn und ich konnte auch nach dem zweiten Kind weiterarbeiten.
00:11:24: Das war so spannend, weil Gerade weil wir auch Söhne hatten, war mir auch wichtig, A, dass ich weiterarbeiten kann, aber B, dass meine Söhne auch ihren Vater sehr intensiv erleben.
00:11:36: Das war wirklich für uns damals, das müssen Sie sich vorstellen, wir haben hier einen Spielplatz in der Nähe, mein Mann saß alleine auf einer Bank, die Frauen haben sich alle auf der anderen Bank getummet, waren sie mit einem Mann, an einem Dienstag nachmittags mit seinen Kindern auf dem Spielplatz, die wussten gar nicht, was ist mit denen.
00:11:55: Ist der arbeitslos, ist der krank, ist der was ist, der aber, dass wir uns geteilt haben, das war damals natürlich wirklich sehr besonders.
00:12:04: Schön.
00:12:07: Das heißt, meins ist jetzt für Sie beide die Heimat geworden?
00:12:10: Ja, auf jeden Fall.
00:12:12: Genau, also das ist wirklich so, dass wir auch gemerkt haben, wir wollen auch nicht mehr zurück in in die Röhn zum Beispiel.
00:12:20: Nee, Mainz ist für uns einfach, wie sie schon sagen, Heimat, genau, auf jeden Fall.
00:12:27: Also mit allem, was dazu gehört, Rosenmontag?
00:12:30: Ja, genau, genau.
00:12:33: Da sprechen sie was an.
00:12:34: Ich habe nämlich als Kind schon, habe ich diese Sendung Mainz, bleibt Mainz, immer geguckt.
00:12:39: Das fand ich immer total
00:12:40: schön.
00:12:41: Da, wo ich aufgewachsen bin, da war
00:12:43: nicht viel los.
00:12:44: Aber fast nachts haben wir auch gefeiert.
00:12:46: Oder Fasting.
00:12:48: Und dann haben wir immer, Freitags vor Rosenmontag, dieses Malz bleibt Meiz geguckt.
00:12:53: Ja, und dann bin ich dann nach Meiz gekommen.
00:12:56: Es war für mich dann wirklich schön, diese Fastnacht hier zu erleben.
00:12:59: Also wer noch nie in Fass nach den Mainz war, der hat überhaupt keine Vorstellung, welchem Ausnahmezustand eine Stadt sein kann.
00:13:06: Genau.
00:13:07: Ich glaube, Köln-Düsseldorf noch irgendwie können damit halten.
00:13:12: Aber ansonsten ist das schon... Das muss man... In der Zeit muss man das mögen.
00:13:17: Das stimmt.
00:13:17: Und ich muss auch sagen, ich bin nicht jeden Russen-Montag in Mainz.
00:13:21: Also ich bin alle zwei, drei Jahre, gehe ich auf den Russen-Montag zu.
00:13:25: Aber die anderen Jahre gehe ich.
00:13:27: entweder fahre ich in diesen Tagen weg, Oder ich bleibe einfach zu Hause und dann kriege ich auch nicht so viel mit.
00:13:34: Aber so alle zwei, drei Jahre kommen dann auch Verwandte zu besuchen und wir gehen da gemeinsam dahin.
00:13:39: Das ist immer ganz schön.
00:13:40: Ja,
00:13:40: genau.
00:13:41: Meinst du, viel zu bieten, gehört, glaube ich, auch in Deutschland zu einer der Städten mit der meisten Lebensqualität, die man so hat.
00:13:49: Ja, genau.
00:13:51: Und ich finde auch durch die Studenten, wir haben ja hier etwa, ich weiß nicht genau, zwischen dreißig und vierzigtausend Studenten habe ich hier in Mainz.
00:13:59: Und auch wenn ich in die Stadt verfahre, fahre ich immer an der Uni vorbei und dann schneiden die ganzen Studenten ein.
00:14:04: Also ich liebe es, diese Mischung von älteren Menschen, jüngeren Menschen, also das macht einfach hier die Stadt wirklich sehr lebenswert, dass wirklich auch viele Schüler hier sind und also das ist richtig, richtig schön.
00:14:16: Und meine Söhne sind auch nicht weggezogen, also der eine
00:14:19: wohnt nur in Mainz,
00:14:20: der andere in der Nähe von Miesbaden.
00:14:22: Also Meitz ist einfach schon sehr, sehr lebenswert.
00:14:29: Ja, das heißt, Sie haben Sozialpädagogin studiert und haben sich jetzt vor einigen Jahren in diesem Bereich auch selbstständig gemacht, nachdem Sie in verschiedenen, unterschiedlichen Beratungseinrichtungen gearbeitet haben.
00:14:42: Und da geht es eben nicht um die Studenten, sondern da geht es eher um die älteren Menschen, die kurz vor der Rente
00:14:48: stehen.
00:14:49: Genau, genau.
00:14:49: Wie kam es denn zu der Idee, sich dieser Zielgruppe zu widmen?
00:14:54: Ja, also, als ich meine Coaching-Ausbildung gemacht hatte in ... ... in ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... Es macht mir nicht mehr so viel Freude.
00:15:15: Meine Kinder waren mittlerweile längst ausgezogen.
00:15:18: Und dann habe ich gemerkt, ich würde lieber mit Menschen arbeiten, die in ähnlicher Situation sind, wie ich.
00:15:23: Also, wo ich das auch besser so nachvollziehen kann.
00:15:26: Und dann habe ich wirklich mich nochmal neu positioniert und habe gesagt, ich möchte mit Frauen
00:15:31: und Männern
00:15:32: arbeiten, die noch so fünf bis zehn Jahre zu arbeiten haben, weil ich gerne diese Übergänge bekleide von einem Job in den nächsten.
00:15:39: oder vom Job in die Selbstständigkeit oder eben vom Job in den Ruhestand.
00:15:44: Und diese Übergänge, die begleite ich sehr gerne.
00:15:48: und dann habe ich ihnen gesagt, ok, fünf, fünfzig plus, zehn Jahre noch zu arbeiten eventuell, oder dann Ruhestand und in Ruhestand, weil die Zeit in Ruhestand ist ja auch sehr, sehr krisenberhaftet, auch der Anfang vor
00:16:03: allem auch.
00:16:04: Ja, und bei guter, gesundheitlicher Führung kann der auch sehr lang gehen.
00:16:10: Ganz genau.
00:16:11: Wir hatten was vorhin davon, ne?
00:16:12: So als Alter von dreißig oder zwanzig bis fünf bis fünf Jahre.
00:16:16: Genau.
00:16:16: Da haben wir so unsere Idee, wir wollen Familie gründen, beruflich Karriere machen und so, ne?
00:16:21: Genau.
00:16:21: Und dann von fünfzig bis achtzig kennen die Menschen halt auch ziemlich gut gesund hin, aber da fehlt dem meisten tatsächlich so ein Plan.
00:16:28: Ganz genau.
00:16:29: Ganz genau.
00:16:30: Deswegen ist mein Motto auch, da kommt noch was.
00:16:34: Weil ich habe viele Workshops gegeben, und da war in einem der Workshops ein Mann, der war zu viel gesund und hat auch in einem renovierten Beruf gearbeitet.
00:16:53: Und der hat dann im Workshop gesagt, ich habe Angst, wenn ich jetzt in den Ruhestand gehe, ich werde nur noch älter und kränker.
00:17:00: Das heißt, bei ihm war im Kopf der Gedanke, die Kurve geht nur noch nach unten.
00:17:05: Also ich werde älter und kränker und da kommt nicht mehr viel.
00:17:08: Also das hat mich damals wirklich erschüttert, muss ich sagen, weil zum Beispiel mein eigener Vater, der ist dreißig Jahre älter noch wie ich und der ist mit achtundfünfzig Jahren Rente gegangen.
00:17:21: Und jetzt ist er grad siebenundneutzig geworden.
00:17:23: Da können Sie vorstellen, was das für eine Spanne ist, ne?
00:17:26: Und das möchte ich gern meinen Teilnehmern oder auch im eins-zu-eins-Coaching vermitteln, zu sagen, Leute, da kommt noch was.
00:17:33: Wenn jetzt der Ruhestand kommt, die Berufstätigkeit endet, dann heißt es noch lange nicht, dass es Leben vorbei ist oder dass es keine Freude mehr gibt.
00:17:42: Also das ist so meine Mission dahinter auch, dass Sie sagen, ah, da kommt noch was, aber B, was ist denn was, was ich sinnvoll finde, was Für jeden was Anderen heißt, was möchte ich denn in meinem Leben noch Sinnvolles machen, was mir wirklich Freude
00:17:57: macht?
00:17:58: Vielleicht wird man auch dem Griff Rohrstand dann anders nennen, weil es ist ja so eine Mischung aus Rohrstädte und Stillstand
00:18:03: eigentlich.
00:18:03: Ganz genau,
00:18:04: ja.
00:18:04: Also es hat ja nichts mit Lebendigkeit zu tun.
00:18:07: Also Pensionierung gibt es ja dann bei den Beamten, die Rente, dann geht man eigentlich auch nur an das Finanzielle, aber wenn man so sagt, der Lebensabend, das ist ja für mich hat noch ein schöneres Wohl, weil man stellt sich den Ehren wie vor, wenn es mit seinem geliebten Partner, seiner Partner, dann irgendwo auf eine Beranda, guckt aufs Märchen raus und die Enkel gespielt im Garten oder so.
00:18:29: Also, ja, aber wie machen sie das jetzt?
00:18:32: Ich meine, tatsächlich, wenn man es jetzt mal rein biologisch betrachtet, faktisch die Menschen werden älter.
00:18:38: Da brauchen sie nicht den Ruhestand für, sondern das funktioniert auch schon mit dreißig, dass man das merkt.
00:18:44: Und Und dann aber wirklich zu merken, das Leben ist noch nicht vorbei und ich bin jetzt auch nicht alt im Sinne von, ich werde abgeschoben auf ein Abstellplatz, wie läuft das dann
00:18:57: ab?
00:18:57: Ja, ja.
00:18:59: Also vielleicht noch mal zu den Menschen, die mir begegnen.
00:19:02: Also da gibt es die Palette von die einen Menschen, die haben riesen Angst in der Luft zu fallen, die haben Angst vor Langeweile, Die haben Angst, keine Struktur mehr zu haben, keine Kollegen mehr zu haben.
00:19:14: Also für die ist das richtig mit Angst besetzt.
00:19:18: Die anderen, das andere extrem ist, es gibt Menschen, die haben noch so viel vor, die sagen, wenn ich jetzt bald in den Ruhestand gehe, ich habe noch so viel geplant.
00:19:28: Ich habe noch so viel vor.
00:19:29: Meine Umgebung will viel von mir.
00:19:32: Ich möchte viel reisen, ich möchte das Hobby ausüben.
00:19:34: Ich möchte dies und jenes, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
00:19:37: Also diese ganze Bandbreite gibt es und dementsprechend ist es so, dass der, der so viel noch vor hat, sich einfach überlegen muss, wo setze ich jetzt meinen Fokus?
00:19:48: Was will ich wirklich?
00:19:50: Was erfüllt mich wirklich?
00:19:51: und was ist das, was ich will?
00:19:54: Die anderen, die Angst vor Langeweile oder vor Inaloch zu fallen haben, die müssen mehr gucken, ja.
00:20:00: Was macht mir denn noch Spaß?
00:20:01: Gibt es Ziele in meinem Leben, die ich noch nicht erreicht habe?
00:20:04: Gibt es etwas, wo ich sage, das habe ich die ganze Zeit vor mir hergeschoben.
00:20:08: Jetzt habe ich endlich mal Zeit, das, was ich schon immer mal machen wollte, oder auch was Neues wirklich zu entwickeln.
00:20:15: Also das ist von daher sehr unterschiedlich, wie mit den Menschen umzugehen ist.
00:20:20: Sprechen wir an wesentlichen von Angestellten.
00:20:22: Ich glaube, selbstständig haben nicht so diese Angst
00:20:25: vor dem Rohrstand.
00:20:27: Ganz genau.
00:20:29: Verkauf ist meine Firma oder ich habe die Nachfolgeregelung, ich bin da noch einmal die Woche drin.
00:20:34: Und diejenigen, die so viel vorhaben, wenn sie sagen, das sind Leute, die auch während ihrer regulären Arbeitszeit in den Jahren schon sehr aktiv waren, außer gewöhnliche Urlaube hatten oder fangen die von heute auf morgen an davon zu träumen, dass sie jetzt plötzlich ein ganz
00:20:51: anderer Lebensstil haben.
00:20:52: Nee, da haben sie recht, die waren vorher schon aktiv, da haben sie recht.
00:20:55: Und ich habe kürzlichen Workshop in einem großen Unternehmen gegeben.
00:20:58: Und da waren hauptsächlich Leute, die wirklich eine sehr besondere Stellung in diesem Unternehmen hatten.
00:21:04: Und die sind wirklich, die haben voll ihren Fokus auf den Job.
00:21:09: Die sind nur noch vom Job und Familie hin und her.
00:21:11: Die hatten kein Hobby, die hatten da gar nichts mehr.
00:21:13: Und jetzt war kurz vor dem Ruhestand nach dreißig, vierzig Jahren im selben Unternehmen was dann fast wie so eine Familie für sie war.
00:21:22: Und die hatten richtig Angst, was jetzt kommt, weil da war nix, weil sie das einfach vernachlässig haben.
00:21:29: Sie haben da nix aufgebaut nebenher.
00:21:31: Und das ist natürlich auch wichtig, sich dann die Zeit zu nehmen und zu sagen, jetzt habe ich so viel.
00:21:38: Energie in den Job gesetzt.
00:21:40: Jetzt muss ich wirklich mal gucken, wo bleibe ich denn jetzt bei der ganzen
00:21:44: Sache?
00:21:44: Also dann, die fangen wirklich so ein bisschen von vorne an.
00:21:48: Und die, die schon vorher viel gemacht haben, die machen dann einfach manche Sachen weiter oder konzentrieren sich nochmal auf neue Sachen
00:21:55: auch.
00:21:56: Das ist interessant, wenn sich so ein Lebensabschnitt ändert.
00:22:00: Wir haben ja auch in der Schule viel Kontakt zu Mitschülern nach dem Abitur.
00:22:06: verstreut sich das.
00:22:07: Kann man sagen, die einen gehen da studieren, die anderen machen da eine Ausbildung, der dritte geht ins Ausland.
00:22:12: Und dann kommt noch mal so eine Veränderung, wenn man Kinder hat und dann noch keine und die anderen haben welche, dann sind die Interessen auch unterschiedlich.
00:22:20: Aber wenn diese Freundschaften oder Beziehungen doch wirklich profund werden, dann ist doch die Tatsache, dass man jetzt das Abi hat und studiert und woanders studiert oder dass man Familie hat oder dass man in den Ruhestand geht, keinen Grund den Kontakt
00:22:34: abzubrechen.
00:22:35: Das stimmt, aber was mich erstaunt hat, dass viele wirklich wenige Freunde haben, wenige Kontakte haben.
00:22:42: Und wenn da noch eine Extremsituation dazu kommt, wie bei einer Frau, die ich erlebt habe, die kam zu mir in den Workshop und dann hat sich herausgestellt, sie war kurz vor Urstand
00:22:52: und vor drei
00:22:54: Jahren, etwa vorher, war jemand verstorben und sie hatten keine Kinder.
00:22:58: Und die waren so aufeinander fixiert, dass da eben kaum Freunde waren.
00:23:04: Und diese Frau geht jetzt in den Ruhestand.
00:23:06: Also das ist schon dann noch eine ganz extreme Situation.
00:23:09: Und ich habe es jetzt mehrmals schon gehört, dass es oft auch die Frauen sind, die kurz vor dem Ruhestand stehen.
00:23:17: Die Kinder sind aus
00:23:18: dem Haus,
00:23:18: wenn Kinder da waren.
00:23:20: Und dann stirbt der Mann mit Anfangsebzig zum Beispiel.
00:23:27: Und das ist wirklich eine extreme Situation, wenn ich dann in den Ruhestand gehe, Ich habe meinen Partner jetzt weg, die Kinder sind ausbezogen und dann geht es... Also, und dann ist es natürlich total wichtig,
00:23:38: Freunde
00:23:39: zu haben und das ist natürlich auch ein ganz extremer Punkt, soziale Kontakte, weil man weiß ja mittlerweile, dass Einsamkeit im Alter ein Riesenthema ist.
00:23:48: Also, wenn ich dann wirklich gute Kontakte habe, kann ich zwar noch anfangen, mir neu zu suchen, das geht.
00:23:55: Aber toll ist es, wenn ich dann wirklich so eine handvoll gute Kontakte
00:24:00: habe, wo ich
00:24:01: mich wirklich immer wieder auch treffen kann, auch wirklich real treffen
00:24:04: kann.
00:24:06: Wir haben jetzt zwar den Beispiel geblieben, jetzt haben wir so eine Klientin, die kommt zu ihm oder wird vielleicht sogar von der Tochter, die in Hamburg wohnt und jetzt ständig in Mainz bei ihr sein kann, wird gesagt, Gute mal zu Frau Frank so.
00:24:18: Jetzt kommt die Frau zu ihr und erklärt Ihnen das.
00:24:20: Und da können Sie sich hier sicherlich auch ein Stück weit reinversetzen, weil Sie sagen, irgendwann wird einer von Ihnen beiden, ihr Mann oder Sie, auch den anderen geben
00:24:29: lassen müssen.
00:24:31: Das heißt, man kann so ein bisschen diese Hilflosigkeit und die Lehre, die dann entstehen könnte, nachvollziehen.
00:24:39: Jetzt haben Sie zwar nicht hier in der Nähe, wenn Sie sich die noch wegdenken, sind Sie noch mehr in diesem Thema drin.
00:24:46: Wie arbeiten Sie mit solchen
00:24:47: Wanten?
00:24:49: Genau, also was der Beginn meiner Arbeit ist, ich fange grundsätzlich immer mit Biografiarbeit an, weil ich will ja auch die Ressourcen nach oben holen.
00:25:00: Und da geht es darum, wer bin ich, wie bin ich zu der geworden, die ich heute bin oder der ich heute bin, was hat mich geprägt, was habe ich erlebt?
00:25:09: und vor allem auch für diesen Lebensabschnitt, der nach der Berufstätigkeit kommt, Was habe ich für Kompetenzen und Stärken, die ich jetzt auch noch einsetzen kann?
00:25:21: Es geht ja auch darum,
00:25:22: dass
00:25:23: jeder, der in den Wohlstand geht, was sinnvolles findet.
00:25:26: Dass er sagt, ich stehe morgens auf und ich weiß, ich habe das Ehrenamt oder das Hobby oder meine Enkel oder was auch immer.
00:25:35: Und da mit den Menschen rauszuarbeiten, wie komme ich wieder zu einem Sinn auch?
00:25:42: Was hat mein Leben noch für einen Sinn?
00:25:45: Und das ist so
00:25:46: eine
00:25:47: gute Sache, wenn wir nochmal kurz zurückblicken.
00:25:49: Also es ist nicht lange, es sind vielleicht zwei Stunden, blicken wir nochmal so in die Biografie und da muss ich sagen, wir machen dann auch eine kreative Übung, wo wir wirklich so, ich hier sogar auf dem Boden geht, so eine kreative Übung machen, wo die Leute von oben sehen, aha, das war mein Leben.
00:26:06: Und da haben die oft so Aha-Erlebnisse, dass sie merken, ah, okay, stimmt, jetzt weiß ich, warum ich heute so bin.
00:26:14: oder auch sie haben noch mal so ein Mitgefühl mit sich selber auch, wie sie zu der geworden sind, die sie heute sind.
00:26:22: Also das ist der Beginn von meiner Arbeit und das machen die meistens sehr gerne mit, weil sie zu merken, also kommen auch noch mal manchmal Tränen, noch mal Trauern.
00:26:34: Ich hatte mal einen Mann hier, der hat erzählt, wie wichtig ihm sein Opa war.
00:26:40: Und dann habe ich darüber geregelt hier im Gespräch und dann ist er herausgegangen.
00:26:43: Und als er wieder kam, das nächste Mal, sagte er zu mir, wissen Sie was, Frau Frank, ich bin hier von Ihnen weggegangen, ich bin auf den Friedhof gefahren zu meinem Opa und habe nochmal richtig geweint.
00:26:55: Ich habe nochmal gemerkt, wie wichtig war mir dieser Opa, der mir in meiner Kindheit so geholfen hat und so weiter.
00:27:02: Also da kommen wirklich nochmal sowohl schöne Sachen nach oben, aber auch die traurigen Dinge.
00:27:08: Ja klar.
00:27:09: Und gibt es dann den Schritt irgendwann in Richtung Zukunft, dass man sagt, und wenn ich jetzt meinen, ich in zehn Jahren, das ist ja auch so eine klassische Kult, den Technik begegnet und dieses Ich, das führt einfach ein schönes Leben.
00:27:24: Was ist dazwischen passiert?
00:27:25: oder machen wir sowas?
00:27:27: Ja, genau.
00:27:27: Also der nächste Punkt ist dann wirklich, dass wir, dass wir nochmal schauen, eben welche Ziele hatte ich in meinem Leben, was wollte ich eigentlich mal erreichen.
00:27:39: und sowohl beruflich als auch privat und von was von dem ist noch übrig geblieben, gibt es noch was, was ich mir schon immer mal gönnen wollte oder was ich schon immer mal machen wollte und da nochmal genau schauen, was genau ist es.
00:27:53: Also will ich mehr was für mich tun, will ich sagen, ich mache jetzt die und die schöne Reise mit Freunden vielleicht zusammen, will ich was für andere tun, will ich einen Ehrenamt machen, das ist ja auch für viele sehr empfüllend auch.
00:28:09: oder will ich
00:28:10: Zeit mit meinem
00:28:11: Enkel verbringen, wenn ich welche habe.
00:28:14: Also von daher da nochmal genau hinschauen,
00:28:17: weil
00:28:18: einfach, ja.
00:28:20: Da ist erst mal diese Lehre auszuhalten, da fällt so viel weg.
00:28:25: Das ist wirklich erst mal eine schwierige Zeit.
00:28:28: Und man weiß wirklich, dass dieser Übergang in diesem dritten Lebensabstand ist, wirklich sehr krisenbehaftet.
00:28:34: Also es gibt wirklich viele Leute, man hört es ja auch manchmal, gerade auch bei Männern übrigens, die gehen in Ruhestand und kurz drauf sind, werden sie ganz schwer krank und sterben.
00:28:44: Also auch das gibt es ja auch.
00:28:46: Dass man da nicht mehr so viel Zeit ist.
00:28:48: Also das ist von daher freue ich mich immer, wenn Leute bereit sind, diesen Übergang zu gestalten.
00:28:57: Ich arbeite hier in Mainz in zwei großen Unternehmen, die Tausende von Mitarbeitern haben und die bieten wirklich für ihre Mitarbeiter an.
00:29:07: die in den nächsten drei Jahren in den Ruhestand gehen.
00:29:10: Weil es macht Sinn, so drei Jahre vor dem Ruhestand anzufangen, sich damit zu beschäftigen.
00:29:17: Weil das ist ja auch ein Prozess, langsam loslassen von dem Job und so weiter.
00:29:23: Und so gut hinüberzukommen.
00:29:26: Und das freut mich total, dass die Unternehmen für ihre Mitarbeiter, die dürfen teilweise sogar während der Arbeit, seit dem ganzen Tag mit mir dieses Thema besprechen.
00:29:38: Das bin ich sehr gut.
00:29:39: Das ist toll.
00:29:40: Ich glaube, dass es in wenigen Unternehmen berücksichtigt, dieses Thema.
00:29:45: Ja,
00:29:45: weil meisten Unternehmen sagen, die sind ja dann weg.
00:29:48: Genau.
00:29:49: Die sagen, die Mitarbeiter sind ja dann weg.
00:29:52: Warum sollen wir denen jetzt noch das bezahlen?
00:29:55: Ja, richtig.
00:29:57: Ich glaube, eine große große Hürde ist auch, dass man da nicht in so einen Selbstmitleid verfällt und sagt, ja, aber meine Kinder könnten sich mal öfter melden oder die Enkelkinder, die wohnen hier gleich um die Ecke, die haben überhaupt kein Interesse an mir.
00:30:11: und dass man zu dieser inneren Einstellung kommt, wo kann ich noch nützlich sein?
00:30:17: Das kann ich in der, erstmal klar angefangen, in der Meinung leben, in der Familie leben, aber auch in der Gemeinde, in der Gesellschaft, in dem Stadt oder wo auch immer,
00:30:27: tun
00:30:27: mit dem, was ich bin und was ich kann, dass es anderen einen Mehrwert gibt.
00:30:31: Ganz genau.
00:30:32: Das muss jetzt nicht unbedingt ein Jordan-Hanker-Standy-Männchen-Basteln sein, sondern es kann ja zum Beispiel auch sein, wenn man, sagen wir mal, einen Vertrieb gearbeitet hat, dass man jungen Start-ups als Berater für vertriebliche Fragen zur Verfügung
00:30:47: steht.
00:30:47: Ganz genau.
00:30:48: Ja, ja.
00:30:49: Also das nennt man ja auch Mentor.
00:30:52: Also ich finde es toll, wenn Leute, die wirklich viel zu geben haben, auch beruflich oder privat, dass die auch Mentor sein können, eben für junge Leute.
00:31:01: Das finde ich ganz, ganz toll.
00:31:03: Bei mir ist es an meinem Beispiel so, ich bekomme auch schon meine Rente.
00:31:08: Aber ich habe, weil ich mich ja selbstständig gemacht habe, mit vielen Fünfzig Jahren, habe ich diesen Übergang ganz mitten in der Pandemie erlebt.
00:31:17: Ich habe meine Rente hier an meinem Küchen-Tisch beantragt.
00:31:20: Die wollten mich gar nicht sehen.
00:31:21: Ich habe telefoniert, zwanzig
00:31:23: Minuten.
00:31:24: Und dann hatten sie alle Angaben und sagten, das war es jetzt und dann bekam ich meine Rente.
00:31:29: Aber mir war klar, weil ich eben was mache, was mir so viel Sinn gibt und so viel Freude macht, dass ich einfach weitermache.
00:31:39: Zwar nicht so wie vorher, ich mache nicht mehr hundert Prozent, aber ich möchte gerne Menschen begleiten, eben auch Mentor sein für die Menschen, die eben diesen Weg, den ich schon hinter mir habe, gehen werden und das macht mir so viel Freude.
00:31:55: Und was noch dazu kommt, ist, mein Mann ist vor zwei Jahren in Rente gegangen und der war vierzig Jahre angestellt und das ist jetzt auch nochmal, habe ich auch erlebt, wie ist das mit der Ehepartnerin in die Rente geht.
00:32:08: Das ist auch nochmal ein Übergang.
00:32:10: Also der eine ist schon in Rente und dann kommt auf einmal der andere dazu.
00:32:13: Das heißt, man ist als Paar, ich sage mal, den ganzen Tag zusammen.
00:32:18: Und dann geht es nochmal darum, Wenn der eine jetzt zum Beispiel nicht mehr arbeiten will und der andere will aber gerne noch was machen, also mehr beruflich oder auch ehrenamtlich viel machen und der andere will viel reisen, dann geht es darum wirklich zu gucken, ja, was machen wir jetzt?
00:32:36: Also wie läuft das jetzt?
00:32:38: Das ist natürlich schon eine Veränderung.
00:32:40: Also das war für mich eine große Veränderung, weil man war viel mal die Woche aus dem Haus und jetzt ist er immer da.
00:32:50: Also das war schon eine große Veränderung.
00:32:51: Bei uns ist es jetzt so, mein Mann arbeitet auch weiter freiberuflich, also er hat vorher auch nebenberuflich gearbeitet, als Männerberater und leitet Männerdruck und so weiter.
00:33:03: Von daher sind wir beide noch aktiv im Job.
00:33:07: Das ist natürlich gut, dass man sich da nicht... ja, um eins ist auch ich jetzt mal
00:33:12: so.
00:33:14: Ich glaube, wenn man das viel mehr unterstützen würde auch von Seiten der ja, Landes- oder Bundesregierung, dann hätte man auch mit der Rente weniger Stress.
00:33:24: Ja.
00:33:24: Ja, weil natürlich dann jeder noch irgendwie so mit Freude und Passion sich irgendwo ein Zubord verdienen könnte und man auch nicht die Angst haben muss, dass die Rente irgendwann nicht mehr reicht für die ganzen reisend Abenteuer, die man jetzt noch erleben
00:33:40: möchte.
00:33:41: Ja, das ist nämlich auch ein Thema, das habe ich auch in einem Workshop mal erlebt, dass ja, wenn der Moment kommt, und die Rente
00:33:50: beginnt,
00:33:50: dann haben wir in der Regel weniger Geld zu verüben und mehr Zeit.
00:33:56: Das ist wirklich ein Problem.
00:33:58: Das heißt, wenn ich als jüngerer Mensch, ist es total wichtig, vorzusorgen, dass wenn dieser Renteneintritt kommt, ich vorgesucht auf genug Geld habe, um all die Wünsche, die ich noch so habe, auch wirklich umzusetzen, dass ich da nicht dann da steht und sagt, ja, okay, jetzt habe ich zwar viel mehr Zeit und die Reise,
00:34:20: die ich mir gönnen
00:34:21: würde, die kann ich mir gar nicht leisten.
00:34:23: Also, das habe ich auch schon in den Workshop erlebt, dass die Leute da dieses Thema gebracht
00:34:28: haben.
00:34:29: Ja, also das ist, ich glaube, als junger Mensch machen sich die wenigsten wirklich Gedanken darüber.
00:34:34: Also, wenn man nicht in der Bankerfamilie aufgewachsen ist oder die Eltern da hinten dran stehen und das für einen erledigen, also das ist auch etwas, was dass ich so in Gesprächen im Umfeld bin jetzt auch schon über fünfzig und da hat man sich keine Gedanken drüber gemacht.
00:34:52: Also ist die andere Frage, wieso nicht noch zu gebrauchen, wenn ich dann, meine Eltern haben es auch gemacht, nach der Rente noch weitergearbeitet.
00:34:59: Mein Opa hat zum Beispiel fünfundzwanzig Jahre nach der Rente noch gekellnert.
00:35:03: Ach, wie schön.
00:35:04: Ja,
00:35:05: also und das war dann immer so sein Taschengeld, das er dann nach Hause gebracht hat.
00:35:10: Und ich meine, es gibt ja viele Möglichkeiten, jetzt heutzutage auch gerade über die Internet-Plattformen, was man machen könnte,
00:35:21: wenn
00:35:21: man sich das ein bisschen reinfuchst.
00:35:23: Aber das ist genau der Punkt.
00:35:24: Jetzt hat man mehr Zeit und wenn man mehr Zeit hat, hat man auch mehr Möglichkeiten, Geld auszugeben.
00:35:30: Genau.
00:35:32: Ja, das ist halt nicht da.
00:35:33: Wenn ihr Mann vier Tage die Woche arbeitet, so dann, es hat wahrscheinlich eine Kantine gegessen oder was und dann
00:35:38: sitzt
00:35:39: ihr zu Hause und guckt sich dann so an, ihr könnt auch wieder Golf spielen gehen oder mal hier in die Sauna oder da gehen wir schön essen
00:35:47: und das
00:35:49: hat man eben in dem Moment
00:35:50: auch nicht aufgestellt.
00:35:51: Ja, das ist wirklich wichtig und deswegen die finanzielle Seite ist gar nicht so unbedeutend und deswegen ist es sehr wichtig.
00:36:00: Ich habe nämlich, bei mir ist es so, ich habe früher mal in der Schuldnerberatung gearbeitet und für junge Menschen und habe gemerkt, was das heißt eben im Mangel zu sein.
00:36:09: Die waren überschuldet, hatten keinen Job.
00:36:12: Also sehr extrem in diese Richtung.
00:36:15: Aber bei mir hat das bewirkt, dass ich mich seit dieser Zeit sehr um meine Finanzen gekümmert habe, sehr
00:36:22: gekümmert
00:36:22: habe, dass ich eben vorsorge, dass wenn die Rente kommt, ich eben wirklich genug Geld habe.
00:36:27: Also das war wirklich bei mir so dieser Effekt damals, aus dem Mangel in die Fülle zu kommen.
00:36:32: Und jetzt, wo ich in Rente bin, also das Schöne ist jetzt für mich, Ich muss nicht mehr arbeiten.
00:36:39: Das finde ich auch eine tolle Situation.
00:36:42: Ich muss nicht mehr arbeiten.
00:36:43: Ich könnte ganz was anderes machen.
00:36:45: Aber ich möchte noch arbeiten und das ist ein großer Unterschied.
00:36:49: Und ich meine, im Grunde soll es früher eigentlich schon so sein, auch wenn man jünger ist, zu sagen, ich mache das, was mir wirklich Freude macht.
00:36:56: Das habe ich in meinem Leben auch wirklich immer wieder versucht, indem ich immer wieder mal die Stelle gewechselt habe und gesagt habe, Obwohl ich auch damals angestellt war, waren es meistens Stellen, die ich sehr gerne gemacht habe.
00:37:08: Von daher habe ich mein Leben lang schon darauf geachtet, eben
00:37:13: jetzt nichts
00:37:13: zu machen, wo ich wirklich am Montags denke, oh Gott, man ist hoffentlich Freitag.
00:37:19: So hatte ich nie eine Stelle, das war für mich sehr wichtig.
00:37:22: Und das finde ich halt einfach auch wichtig.
00:37:25: zu gucken, was macht mir wirklich Spaß und was ich mit den Menschen immer rausarbeite, ist der Unterschied zwischen Was kann ich gut?
00:37:33: Und was mache ich gerne?
00:37:35: Weil das, was ich gut kann und seit zwanzig Jahren gemacht habe, das kann sein, dass ich überhaupt nicht mehr gerne
00:37:40: mache.
00:37:41: Dass ich das gerne abschaffen würde.
00:37:44: Aber was mache ich wirklich gerne?
00:37:45: Und das arbeiten wir immer raus, gerade wenn es um die Zukunft geht.
00:37:49: Was möchte ich noch verwirklichen?
00:37:51: Was möchte ich tun?
00:37:52: Möchte ich vielleicht auch eine Sprache lernen?
00:37:54: Möchte ich Wandern gehen?
00:37:55: Möchte ich ein Hobby ausweiten?
00:38:00: und so weiter, also da wirklich genauer hinzuschauen.
00:38:05: Also ich zum Beispiel, ich sing in einem Online-Core und das macht mir total Spaß und da kann ich auch meine Stimme weiterentwickeln und so weiter, also so eine Mischung aus Freude und was für sich tun.
00:38:18: Und was für mich auch noch sehr speziell ist, ich weiß noch, ob ich Ihnen das schon mal erzählt habe, ich bin total Fußball begeistert.
00:38:26: Ich bin also Mitglied bei Mainz V, ich bin Dauerkartenbesitzerin und ich arbeite ehrenamtlich bei Mainz V. Das heißt, ich arbeite für die Mitglieder der Sechzig Plus, ergebe ich Impulsabende, da gehen wir ins Stadion, in eine Losche, mit Blick ins ganze Stadion und dann machen wir genau zu diesen Themen, die wir gerade hier besprechen, erzähle ich den Mitgliedern Sechzig Plus eben von der Vorbereitung auf den Ruhestand, von diesen ganzen Themen.
00:38:57: Und das macht mir so ein Spaß.
00:38:59: Und da kann ich meine Fußballbegeisterung, mein Hobby, also wirklich mein Hobby auch.
00:39:04: Ich gucke sehr viel Fußball und da gehe ich selber ins Stadion.
00:39:08: Früher habe ich als Kind selber Fußball gespielt.
00:39:10: Ich komme aus der Familie.
00:39:12: Ich habe drei Brüder, die haben alle Fußball gespielt.
00:39:14: Mein Vater hat Fußball gespielt.
00:39:15: Also ich bin eine Frau, die von klein auf Fußball begeistert ist.
00:39:19: Und so kann ich meine Fußballbegeisterung eben verbinden mit meinen Coaching-Themen.
00:39:24: Das ist natürlich... Das ist für mich so ein Ehrenamt, was ich klasse finde.
00:39:30: Das ist wirklich ein Traum und es wird dann auch alles organisiert.
00:39:33: Ich komme dann wirklich hin.
00:39:35: Mein zu fünf hat dann wirklich den Abend organisiert und ich bin die Referentin sozusagen und das freut mich.
00:39:43: Und das hat mir so ein Spaß gemacht, dass ich vor einem Jahr angefangen habe, alle drei Monate selber zu organisieren, einen Impulsabend für meine Zielgruppe.
00:39:53: Das heißt, hier in Mainz mache ich dann einen Abend, auch drei Stunden geht er.
00:39:59: Und dann entweder ich lade einen Experten ein oder ich mache es selber, dass ich einen Impulsvortrag halte und dass die Menschen viel Zeit haben, sich auszutauschen.
00:40:08: Und das ist eine tolle Möglichkeit, auch nochmal Freunde, also neue Leute kennenzulernen in dem Alter.
00:40:14: Also das ist wirklich sehr spannend.
00:40:16: Es ist auch ein kleiner Kreis um die zwanzig Leute.
00:40:20: Und der Austausch ist sehr intensiv auch mit meiner Anleitung.
00:40:23: Also ich gebe dann die Fragen rein.
00:40:25: und dann tauschen die sich in Kleingruppen aus und in der Pause tauschen sie aus.
00:40:30: Und es gibt ein Catering und was zu trinken.
00:40:32: Also es ist wirklich ein sehr toller Abend, der wirklich sehr gerne angenommen wird, muss ich
00:40:38: sagen.
00:40:39: Ich glaube, der Austausch ist wichtig, weil alt fühlt man sich dann, wenn man das Gefühl hat, keiner interessiert sich mehr für das, was ich zu sagen habe.
00:40:48: Genau.
00:40:48: Da kommt die Enkeltoch da und man hat das Gefühl, ich habe keine Ahnung, wovon die Kleine
00:40:52: redet.
00:40:52: Ja, ja,
00:40:53: ja.
00:40:54: Jetzt haben wir verschiedene, ich sag mal so, Nebenschauplätze angesprochen, die Finanzen und wenn jemand versteht, vielleicht auch so machen wir Wittmann-Rente und so was, haben sie dann so eine Art Kontaktliste, wo die Leute weiterverwickeln können, dass sie sagen, um jetzt Wittmann-Rente, könnt ihr z.B.
00:41:12: einfragen, da kommt da nicht mal keiner Rente, weil er noch arbeitet, keine Wittmann-Rente.
00:41:18: Und dass man sich mit solchen Sachen auseinandersetzt, haben sie da ein Netzwerk auf das Ypseregraden?
00:41:25: Ja, auf jeden Fall.
00:41:26: Also, ich hab... Also, gerade das Thema Finanzen ist nicht mein Thema, ne?
00:41:30: Also, da bin ich nicht kompetent.
00:41:34: Aber ich hab ein Netzwerk von Menschen, die sich genau damit auskennen, die wirklich das Thema Altersvorsorge haben, oder Thema Witmen, Rente.
00:41:42: Also, wo ich dann wirklich hinverweisen kann, ne?
00:41:44: Also, da hab ich gerade einige auch jetzt nochmal neu kennengelernt.
00:41:50: Das ist ein ganz, ganz wichtiges Thema.
00:41:53: auch das Thema Gesundheit.
00:41:54: Also es kommen ja manchmal auch Leute zu mir, wo ich im Erstgespräch merke, dass die so krank sind, dass ich nicht die Richtige bin.
00:42:02: Und dann habe ich auch ein Netzwerk, wo ich sagen kann.
00:42:06: gehen Sie bitte erst mal zum Arzt, lassen Sie es abklären und eventuell kommen wir zum späteren Zeitpunkt nochmal zusammen.
00:42:13: Das ist mir ganz wichtig im Coaching, dass ich weiß, wo meine Grenze ist, dass ich weiß, wo bin ich die richtige Beraterin oder Coach?
00:42:23: und wo muss ich sagen, ich habe den Eindruck,
00:42:28: Sie
00:42:28: sind so depressiv drauf, Das bitte klärt sich das erst mal mit dem Facharzt
00:42:33: ab,
00:42:34: dass ich da nicht über meine
00:42:36: Grenzen gehe
00:42:37: und ich bin eben keine Therapeutin, ich bin kein Arzt.
00:42:42: Und das ist mir in meiner Arbeit total wichtig, dass ich da diese Grenze erkenne auch, wenn jemand
00:42:49: zu mir kommt.
00:42:51: Wenn jetzt Herr Racht sagen, mich betrifft das gerade und ich würde zumindest mal kommt vielleicht nicht direkt aus Mainz, aber ich werde auch mal runterkommen oder so wie, kann man sie kontaktieren, arbeiten sie auch online mit Leuten oder nur offline und wo erreicht
00:43:08: man sie?
00:43:10: Also, wenn jemand Interesse hat, dann entweder schreibt er oder sieh mir über das Kontaktformular meiner Webseite www.martina-frank.de und dann antworte ich oder jemand ruft mich an und dann fühlen wir ein kurzes Telefon naht.
00:43:28: Und dann, wenn im Telefonat sich rausstellt, dass ich die richtige sein könnte, dann machen wir ein kostenfreies Erstgespräch.
00:43:36: Das kann online sein oder offline.
00:43:38: Also entweder hier in Mainz.
00:43:40: Ich arbeite aber schon seit einem Jahr vor der Pandemie online.
00:43:44: Das heißt, ich biete im deutschsprachigen Raum, biete ich eins zu eins Coachings online an.
00:43:52: oder eben offline hier in Mainz.
00:43:54: Ich verkaufe
00:43:55: aber keine einzigen Stunden, sondern ich verkaufe Coaching-Pakete.
00:43:58: Das heißt, jemand, der zu mir kommt, da überlegen wir im Erstgespräch, was genau braucht dieser Mensch und dann stricken wir sozusagen einen Coaching-Paket, was ganz individuell für diesen Menschen passt.
00:44:13: Also matinabindestrichfrank.com,
00:44:15: das
00:44:16: ist kein Video, sondern ein Videostrich, weil es ja hier im Leben kein Video gibt.
00:44:19: Stimmt, danke ja.
00:44:21: Und was machen Sie mit jemandem, der keinen Internetzugang hat und sagt, ich kann hier nicht runterkommen?
00:44:26: Telefonieren Sie mit dem
00:44:27: auch?
00:44:27: Ja.
00:44:28: Auf jeden Fall.
00:44:29: Das habe ich auch schon festgestellt.
00:44:30: Telefonieren ist auch eine tolle Möglichkeit.
00:44:33: Ich habe nämlich während meiner Ausbildung direkt nach dem Studium in der Telefonsaison gearbeitet und habe dort auch viele auch Nachdienst gehabt und habe sehr viel telefoniert.
00:44:44: Und da ist mir deutlich geworden, wie intensiv telefonieren auch sein kann, also wie hilfreich das auch sein kann.
00:44:51: Und es muss nicht immer ein Zoom-Cold sein.
00:44:54: Es kann auch eine Mischung sein, mal Zoom-Cold, mal telefonieren.
00:44:57: Früher haben wir auch so eine Mischung gemacht, mal sind die Leute hergekommen, dann haben wir wieder online gearbeitet.
00:45:02: Auch das ist dann möglich, wenn jemand zum Beispiel irgendwo im Rhein-Main-Gebiet wohnt und sagt, ich will nicht das ganze Rhein-Main-Gebiet mit dem Auto oder mit der S-Bahn fahren.
00:45:12: Ich bleibe lieber zu Hause und wir machen das online und alle acht Wochen sehen wir uns mal oder so.
00:45:19: Also auch solche Mischungen ist natürlich auch eine tolle Möglichkeit, dass man sich mal persönlich kennenlernt
00:45:24: und dann online weiter arbeitet
00:45:26: und vielleicht sich zwischendurch nochmal trifft.
00:45:28: Solche Kombis ist total schön.
00:45:31: Und die Abstände, die Sie sich treffen?
00:45:34: In der Regel zwei bis drei Wochen.
00:45:36: Also alle zwei bis drei Wochen.
00:45:37: Das kommt ein bisschen darauf an, wie schnell jemand vorankommen will, wie viel Zeit der Mensch hat.
00:45:42: Weil bei mir gibt es auch Hausaufgaben.
00:45:44: Bei mir gibt es auch das zwischen den Coaching-Terminen, die Leute auch etwas vorbereiten.
00:45:49: Ich habe auch einen Ordner, den ich denen dann mitgebe, wo es darum geht, ein Lebensprofil zu erstellen, zum Beispiel, damit die das vorbereiten, damit wir hier auch dann wirklich darüber reden können.
00:46:04: Ja, Kinder.
00:46:05: Ich bin total begeistert.
00:46:06: Vielen Dank.
00:46:07: Erst mal ganz spannende Geschichte, so von dem Mauerblick zum Weitblick, wenn man so möchte, also einfach Grenzen öffnen, auch für Menschen, die vielleicht im Moment Grenzen im Kopf haben.
00:46:22: Ich bedanke mich recht herzlich, dass wir uns hier getroffen haben und dass sie so offen und so frei auch über sich und ihr Leben gesprochen haben.
00:46:31: Und als Interviewgast haben sie das letzte Wort.
00:46:34: Okay, dann würde ich gerne das nochmal sagen.
00:46:38: Es lohnt sich, neue Wege zu gehen, weil auch im Übergrund zum Wohlstand ist es wirklich schön, nochmal zu überlegen, was könnten für mich die nächsten Schritte sein, was wird mir noch Spaß machen?
00:46:52: und eben, dass ich wirklich auch gelassen, älter werden kann.
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